21. Rudolf-Freudenberg-Preis: Lidis Dienstleistungsgesellschaft mbH

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der bag if wurde am 22. Juni zum 21. Mal der Rudolf-Freudenberg-Preis verliehen: Die Lidis Dienstleistungsgesellschaft mbH aus Berlin durfte sich über die Auszeichnung und 5.000 Euro freuen. 

Der von der Freudenberg Stiftung und der Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen (bag if) jährlich vergebene Preis stand in diesem Jahr unter dem Motto „Vorbildliche Geschäftsideen und -konzepte in Inklusionsunternehmen“.

Die Lidis Dienstleistungsgesellschaft erhielt den Preis für die Entwicklung und Einführung eines digitalen Tools zur Arbeitsvorbereitung und -begleitung in der Gebäudereinigung. Über individuell konfigurierte Tablets oder Mobiltelefone erhalten die Mitarbeitenden alle wichtigen Informationen für ihren Arbeitstag: von Arbeitszeiten und Urlaubsplanung über tägliche Arbeitsabläufe und Leistungsverzeichnisse bis hin zu Materialbestellungen und Wegführung zum Einsatzort. Tätigkeiten werden mit wenigen Worten, Piktogrammen und einem klaren Farbsystem dargestellt, damit auch Beschäftigte mit eingeschränkten Lese- und Schreibfähigkeiten ihre Aufgaben sicher, selbstständig und in hoher Qualität ausführen können.

„Die Lidis Dienstleistungsgesellschaft mbH hat mit ihrem Vorgehen bei der Planung und Umsetzung des Digitalisierungskonzeptes vorbildlich gezeigt, welche Chancen in der Digitalisierung zur Verbesserung der Teilhabechancen von Menschen mit Behinderungen liegen“, begründete die Jury ihre Entscheidung. 

Laudatorin Claudia Rustige, Geschäftsführerin der bag if, würdigte die Leistung des Unternehmens: „Dieser Preis ist eine Anerkennung für ein Konzept, aber vor allem auch für eine Kultur: für die Bereitschaft zuzuhören, Prozesse so zu gestalten, dass Menschen erfolgreich sein können, und Digitalisierung als Werkzeug zu begreifen, das Würde, Qualität und Selbständigkeit stärkt. Das ist die Art von Digitalisierung, die wir brauchen: verständlich, alltagstauglich, unterstützend – und damit inklusiv.“

Über den Rudolf-Freudenberg-Preis

Der Preis erinnert an den Arzt, Sozialpsychiater und Reformer Rudolf Freudenberg. Seit 2004 werden jährlich Inklusionsunternehmen ausgezeichnet, die mit innovativen Konzepten Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen und wirtschaftlich nachhaltig agieren. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Lidis Dienstleistungsgesellschaft mbH

Preisträger 2026, von links: Helga Seel (1. Vorsitzende der bag if), Karl Häring (Geschäftsführer der Lidis), Markus Homburg (Lidis), Geser Kadow (Lidis), Claudia Rustige (Geschäftsführerin der bag if), Stefan Vogt (Geschäftsführer der Freudenberg-Stiftung)

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